Was wäre, wenn der Bayeux-Wandteppich würdig wäre, der größten Spannungsserie zu gehören? Basierend auf diesem Meisterwerk des Mittelalters zeichnet Gaëlle Bourges die Geschichte der Eroberung Englands in einer Reihe animierter Szenen nach, in denen zwei Darsteller eine spielerische Reihe von Abenteuern verkörpern, die ebenso lustig wie atemlos sind. Ein Pappepos für alle Zuschauer, das unsere Sicht auf Kunst und Geschichte mit Humor und Einsicht dekonstruiert.
Gaëlle Bourges erforscht...
Was wäre, wenn der Bayeux-Wandteppich würdig wäre, der größten Spannungsserie zu gehören? Basierend auf diesem Meisterwerk des Mittelalters zeichnet Gaëlle Bourges die Geschichte der Eroberung Englands in einer Reihe animierter Szenen nach, in denen zwei Darsteller eine spielerische Reihe von Abenteuern verkörpern, die ebenso lustig wie atemlos sind. Ein Pappepos für alle Zuschauer, das unsere Sicht auf Kunst und Geschichte mit Humor und Einsicht dekonstruiert.
Gaëlle Bourges erforscht gerne für uns die wichtigsten Werke der westlichen Kunstgeschichte, um ihre Bedeutungen und verborgenen Schätze besser zu enthüllen. Nachdem sie sich sowohl der Höhlenkunst als auch Manets Gemälde näher gehabt hat, ist es diesmal die Handlung des Bayeuxer Wandteppichs, die ihre Aufmerksamkeit fesseln – mit ihren Episoden, die einer großen Spannungsserie würdig sind.
Mit 626 Zeichen, 50 cm breit und fast 70 m lang, wie ein unausgerollter Comic, illustriert diese riesige Stickerei aus dem elften Jahrhundert den Thronfolgekrieg um den englischen Thron zwischen Wilhelm, Herzog der Normandie, und Harold dem Angelsachsen bis hin zur schrecklichen Schlacht von Hastings.
Der Choreograf verwandelt das Textilwerk in eine freudige Schöpfung zwischen Tanz und Objekttheater. Auf der Bühne sind zwei Darsteller in Playsuits mit einer Vielzahl von Pappfiguren bewaffnet: Schwerter, Pferde, Langschiffe und eine königliche Krone. Begleitet von einem schelmischen Voice-over erschaffen die beiden eine Reihe von Tableaux vivants vor einer auf dem Boden ausgerollten Leinwand und zeichnen so ein visuelles Epos voller Wendungen, in dem Verrätereien und blutige Kämpfe mit den Hits der Gruppe ABBA verschmelzen. Die mittelalterliche Mandoline-Instrumentalversion von Dancing Queen ist ein Genuss!