Pascal Rambert, der meistgespielte zeitgenössische französische Autor im Ausland, setzt seine Erforschung familiärer Bindungen mit Schwestern fort. Er inszeniert ein leuchtendes Face-to-Face-Meeting zwischen zwei Schwestern, getragen von zwei außergewöhnlichen Darstinnen: Audrey Bonnet und Victoria Quesnel. Ein rohes Schreiben, in dem Worte ebenso sehr zu Waffen wie zu Geständnissen werden, um Blutsbande, intime Brüche und vereitelte Liebe auszudrücken.
Pascal Rambert, der meistgespielte...
Pascal Rambert, der meistgespielte zeitgenössische französische Autor im Ausland, setzt seine Erforschung familiärer Bindungen mit Schwestern fort. Er inszeniert ein leuchtendes Face-to-Face-Meeting zwischen zwei Schwestern, getragen von zwei außergewöhnlichen Darstinnen: Audrey Bonnet und Victoria Quesnel. Ein rohes Schreiben, in dem Worte ebenso sehr zu Waffen wie zu Geständnissen werden, um Blutsbande, intime Brüche und vereitelte Liebe auszudrücken.
Pascal Rambert, der meistgespielte zeitgenössische französische Autor im Ausland, inszeniert eine leuchtende Familie von Angesicht zu Angesicht, getragen von zwei außergewöhnlichen Darstellern: Audrey Bonnet und Victoria Quesnel (die bereits Constance Debré mit unglaublicher schauspielerischer Kraft in der Show spielte, die Nom im Januar 2025 bei La Coupe d'Or präsentierte). Ein rohes Schreiben, in dem Worte ebenso zu Waffen wie zu Geständnissen werden. Sisters ist ein abgründiger Einstieg in die Geschichte von Audrey und Victoria, zwei Schwestern, die sich nach Jahren der Entfremdung nach dem Tod ihrer Mutter wiedervereinen. Sofort strömen Worte und Gefühle über sie herein: Kindheitsgroll, unheilte Familienwunden und aktuelle Wut brechen in einer Kaskade aus. Beide sind grausam, gehen über ihre Grenzen hinaus und gießen sich gegenseitig das, was ihnen auf dem Herzen liegt. Um natürlich ihre Tasche zu leeren, aber vielleicht auch, um die Verbindung wiederherzustellen und einander noch ein wenig länger nah beieinander zu halten. Es ist schrecklich, herzzerreißend, oft lustig.
Die Sprache der Schwestern entfaltet sich, musikalisch, präzise, repetitiv, eindringlich, verankert in unserer Gegenwart; sie führt uns dazu, die Gewalt des einen und die Verzweiflung des anderen anzunehmen. Als wahrer Dirigent, der ihre Stimmen, ihre rechten Atemzüge, ihre Tempi und ihre Stille formt, dirigiert der Autor und Regisseur diese beiden magnetischen Darsteller brillant. Durch diesen Dialog von unerbittlicher Präzision erforscht Pascal Rambert Blutbande, intime Brüche, vereitelte Liebe und die Unmöglichkeit, es zu sagen, bevor es zu spät ist.