Nul si découvert

Spektakel: Null wenn entdeckt

Kulturell ,  Theater Um Rochefort
  • Es ist die Geschichte eines seltsamen Typen, der den ganzen Tag im Einkaufszentrum verbringt. Dieser von Einsamkeit geplagte Mensch, der durch einen pathologischen Konsumismus an die Welt angeschlossen ist, hat vor den Regalen des Supermarkts Speichelfluss. Er stürzt sich auf die Süßigkeitenautomaten und Verkostungsstände. Er träumt davon, der Gewinner eines Gewinnspiels zu sein, das von einer mexikanischen Lebensmittelmarke veranstaltet wird. Sein simuliertes Sozialleben besteht aus dem...
    Es ist die Geschichte eines seltsamen Typen, der den ganzen Tag im Einkaufszentrum verbringt. Dieser von Einsamkeit geplagte Mensch, der durch einen pathologischen Konsumismus an die Welt angeschlossen ist, hat vor den Regalen des Supermarkts Speichelfluss. Er stürzt sich auf die Süßigkeitenautomaten und Verkostungsstände. Er träumt davon, der Gewinner eines Gewinnspiels zu sein, das von einer mexikanischen Lebensmittelmarke veranstaltet wird. Sein simuliertes Sozialleben besteht aus dem Abtasten durch seinen Lieblingswachmann Jeff am Eingang des Geschäfts und leeren Gesprächen mit Martine, der Besitzerin der Bar.
    Mit Nul si découvert adaptiert Valerian Guillaume seinen ersten Roman für das Theater. Er inszeniert darin die obsessive Odyssee eines zwanghaften Konsumenten. Allein unter einem Buswartehäuschen teilt dieser Borderliner mit uns seine Überfüllung oder vielmehr seine existenzielle Leere. Er erzählt uns von seinem endlosen Leben, seinen Wanderungen zwischen den Schildern, der Verzauberung und der Geschmacklosigkeit des Hypermarktes. Die fehlende Interpunktion des Textes erzeugt einen intensiven Redefluss, eine Metapher für die Selbstbetäubung, die sein emotionales Unbehagen verbirgt.
    Als wahrer Athlet des Atems verkörpert Olivier Martin-Salvan diesen einzigartigen Jungen mit großer Sensibilität und Genauigkeit. Er verleiht ihm seine üppigen Rundungen und seine warme, weiche, fast kindliche Stimme, um die monströse Doppelbödigkeit einer monotonen Existenz, die in den Verlockungen des Überkonsums gefangen ist, der uns allen droht, noch zu verstärken.
  • Gesprochene Sprachen
  • ab 21. Mai 2024 bis zum 22. Mai 2024
  • Reduzierter Preis
    18 €
  • Erwachsene
    21 €
  • Student
    8 €
Zeitplan
Zeitplan
  • der 21. Mai 2024 von 20:30 bis 22:00
  • der 22. Mai 2024 von 19:30 bis 21:00