Führung durch die Ausstellung, angeboten vom Amt für Kulturerbe im Rahmen der Feierlichkeiten zum 400-jährigen Jubiläum der Marine und zum 360-jährigen Bestehen der Arsenalstadt Rochefort.
Die Ausstellung:
Das 1666 von Ludwig XIV. in einer ebenso sensiblen wie unwirtlichen Naturlandschaft gegründete Arsenal von Rochefort entwickelte schon bald ein außergewöhnliches architektonisches Ensemble entlang des Flusses. Um diesem zu dienen, entstand wenig später im Hintergrund eine neue Stadt mit...
Führung durch die Ausstellung, angeboten vom Amt für Kulturerbe im Rahmen der Feierlichkeiten zum 400-jährigen Jubiläum der Marine und zum 360-jährigen Bestehen der Arsenalstadt Rochefort.
Die Ausstellung:
Das 1666 von Ludwig XIV. in einer ebenso sensiblen wie unwirtlichen Naturlandschaft gegründete Arsenal von Rochefort entwickelte schon bald ein außergewöhnliches architektonisches Ensemble entlang des Flusses. Um diesem zu dienen, entstand wenig später im Hintergrund eine neue Stadt mit regelmäßigem Grundriss. Als Ergebnis eines Kompromisses zwischen Ingenieuren, Architekten und hohen Beamten des Königs stellt sie das erste französische Beispiel für eine Arsenalstadt dar.
Dieses gewaltige königliche Bauvorhaben entging nicht der Scharfsinnigkeit des Ingenieurs Claude Masse (1652–1737), der vom König beauftragt worden war, wertvolle Karten der Küste zu erstellen. Er nutzte die Gelegenheit, um Memoiren zu verfassen, in denen er insbesondere seine Eindrücke von der entstehenden Arsenalstadt und die Schwierigkeiten bei ihrer Gründung schildert.
Etwa ein Jahrhundert später, als die Aktivitäten des Arsenals zur Unterstützung des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges auf Hochtouren liefen, schlug der Ingenieur Pierre Toufaire (1739–1794) als großer Visionär im Dienste des Staates ehrgeizige Projekte zur Neugestaltung von Rochefort vor, die die Stadt zu einem der schönsten Orte Frankreichs hätten machen können, die jedoch durch die Revolution jäh gestoppt wurden.